Der Antisemit, der keiner ist

13. November 2016 Hinterlasse einen Kommentar

Häufig in Foren, Blogs oder den Kommentarbereichen von Onlinemedien findet man den Antisemiten, der schon vorab ankündigt, keiner zu sein.

Das klingt dann zumeist so:

Also, um es ganz klar zu sagen, ich bin kein Antisemit, aber …

worauf dann das schönste antisemitische Geschwafel zum Besten gegeben wird. Hauptsache die Welt weiß, daß unser hochgeschätzter Hanswurst kein Antisemit ist.

Das ist dann ungefähr so, als würde man sagen: Ich habe nichts gegen Juden, … sonst würde ich es anwenden!

Psychologisch interessant wäre schon die Frage, warum der gemeine Antisemit nicht zugeben will, ein solcher zu sein. Hat er etwa Angst vor der berühmten „Keule“? Das Argument kann aber immer weniger ziehen, da immer mehr Menschen anfangen, Zweifel am Holocaust laut auszusprechen. Was nicht gewesen sein darf, das ist auch nicht gewesen.

Ein anderer Grund für diesen Widerwillen, als Antisemit gesehen zu werden, mag daran liegen, dass doch tief im Unterbewusstsein des sich nicht bekennen wollenden Antisemiten die Einsicht vorhanden ist, im Unrecht zu sein. Allerdings wird dies vom aktiven Bewusstsein unverzüglich verdrängt. Zu groß ist das Verlangen, Israel oder den/die Juden zu kritisieren.

to be continued …

In memoriam – Der Gipfel des Antisemitismus

Heute beginnen die XXX. Olympischen Spiele in London. Und zur großen Schande des IOC wird den Opfern des feigen Mordes an 11 israelischen Athleten während der Olympischen Spiele 1972 in München immer noch jede Ehre verweigert.

Die Tötung von Juden ist der Gipfel des Antisemitismus. Da werden Menschen umgebracht, nur weil sie Juden sind. Eigentlich sollte sich jeder anständige Mensch darüber empören. Wie kann es sein, daß ein Mensch wegen seines Glaubens bzw. seiner Volkszugehörigkeit getötet wird? Aber leider muß man immer wieder feststellen, wie wenig Empathie getöteten Juden entgegengebracht wird. Zuletzt konnte man dies bei dem Anschlag in Bulgarien in den Kommentarspalten der Online-Medien mit Bestürzung lesen.

Und auch bei den Olympischen Spielen in London weigert sich das IOC immer noch bei der Eröffnungsfeier eine Gedenkminute durchzuführen. Es geht ja nicht, daß die antisemitischen arabischen Geldgeberländer „beleidigt“ werden. Das sagt natürlich ebenfalls viel aus wes Geistes Kind diese Menschen sind, wenn sich jemand beleidigt fühlt, wenn an die Ermordung von unschuldigen Menschen gedacht werden soll.

David Berger
Ze’ev Friedman
Yossef Gutfreund
Eliezer Halfin
Yossef Romano
Amitzur Shapira
Kehat Shorr
Mark Slavin
Andre Spitzer
Yakov Springer
Moshe Weinberg

Ihr werdet niemals vergessen werden!

Antisemitismus – was man darunter versteht

1. September 2011 Hinterlasse einen Kommentar

Für den Begriff des Antisemitismus gibt es eine Reihe von Synonyme: man spricht auch von Judenfeindlichkeit, Judenhass, Judenfeindschaft, Antijudaismus, Antihebraismus, Judeophobie oder Judengegnerschaft. Wie man dieses Phänomen nun auch nennen mag, es gibt genügend Literatur zu diesem Thema, so daß ich mich an dieser Stelle nicht näher darüber auslassen möchte. Im Rahmen der Antisemitismusforschung werden die Ursachen und Formen des Antisemitismus untersucht. Genaueres dazu findet man im Internet oder in jeder besseren Bibliothek.

Für die Zwecke in diesem Blog ist nur eines wichtig: Antisemitismus ist in erster Linie Menschenhass. Es werden Menschen gehasst, denen man bestimmte (oder auch nicht näher bestimmbare) Attribute zuordnet. Der Frage, welche Eigenschaften dies nun im einzelnen sind und wer überhaupt qualifiziert, welche Attribute als Maßstab genommen werden, werde ich mich unter anderem in diesem Blog widmen.

Ferner werde ich in weiteren Artikeln aufzeigen, wes Geistes Kind die meisten Antisemiten sind. Viele Antisemiten wollen zwar ihren Hass – mehr oder weniger – offen ausleben, aber in der Öffentlichkeit nicht als Antisemiten gebranntmarkt werden. Dieses Verhalten wird hier ein großes Thema sein.